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HyperDimension Chess
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About HDC

Eine Idee verlässt
das Schachbrett

1989 entstand während einer Schachpartie die Idee zu HyperDimension Chess. Aus einem Gedanken wurden Werkstattzeichnungen, ein physischer Cube und viele Jahre später eine App. Dazwischen lag eine ungewöhnliche Zwischenstation: jahrzehntelang als Wohnzimmerbeleuchtung.

Mehr Raum für Schach

Mit HyperDimension Chess möchte ich das klassische Schach nicht ersetzen, sondern in den dreidimensionalen Raum erweitern. Aus dem vertrauten 8 × 8-Brett wird ein 8 × 8 × 8-Kubus mit 512 Feldern. Die bekannten Figuren bleiben erhalten, ihre Bewegungsmöglichkeiten werden räumlich erweitert. Hinzu kommt eine zusätzliche Figur: der Duke.

Mich fasziniert bis heute die Frage, was sich verändert, wenn Angriffe und Ausweichmöglichkeiten nicht mehr auf eine einzige Ebene beschränkt sind. HDC ist meine Einladung, vertraute Schachideen aus einer neuen Perspektive zu entdecken.

CAD-Zeichnung des HDC-Cube mit übereinanderliegenden gerasterten Spielebenen.
Die räumliche Konstruktion des HDC-Cube als CAD-Zeichnung. Quelle: HDC Owner · Bild anklicken zum Vergrössern

Von der Idee zum physischen Cube

1989: Warum nicht nach oben?

Ich spielte schon lange leidenschaftlich Schach und verbrachte viele Stunden mit Freunden am Brett. Manchmal gehörte auch ein Glas Wein dazu. Während einer Partie geriet ich in Bedrängnis und fragte mich: Warum kann ich mit der Dame nicht diagonal nach oben ziehen und von dort schräg nach unten Schach geben?

Aus dieser Frage entstand mein Konzept für dreidimensionales Schach. Anregungen kamen auch aus den Science-Fiction-Romanen, die ich viel las, darunter Perry Rhodan. Der Gedanke, die Grenzen des flachen Schachbretts zu verlassen, liess mich nicht mehr los.

1990: Von der Zeichnung zum Cube

Von der Idee bis zum Prototyp verging nicht mehr als ein Jahr. Anfang 1990 erstellte ich die CAD-Werkstattzeichnungen für den Cube und seine Figuren. Ende 1990 war der physische Prototyp fertig.

Historische Herstellungszeichnung des HDC-Cube mit Massen, Bauteilen und Detailansichten.
Die vermasste Herstellungszeichnung des Cube: aus der Idee wird eine konkrete Konstruktion. Quelle: HDC Owner · Bild anklicken zum Vergrössern

Figuren aus der Lehrwerkstatt

Bei der Herstellung unterstützte mich ein Freund, der die Lehrlingsabteilung einer Feinmechanikerwerkstatt leitete. Nach meinen Zeichnungen frästen die Lehrlinge die Figuren aus Plexiglas.

Die vollständige Zeichnungsserie gehört deshalb zur Geschichte von HDC. Sie zeigt die Entwürfe für alle sieben Figurentypen und die Grundlage für ihre handwerkliche Umsetzung.

Fertigungszeichnung der Figur König, mit Ansichten und Massen für die Herstellung aus Plexiglas.
KönigHistorische FertigungszeichnungOriginal-PDF öffnen
Fertigungszeichnung der Figur Dame, mit Ansichten und Massen für die Herstellung aus Plexiglas.
DameHistorische FertigungszeichnungOriginal-PDF öffnen
Historische Fertigungszeichnung der heutigen Duke-Figur mit der ursprünglichen Beschriftung Ritter.
DukeHistorische Bezeichnung: RitterOriginal-PDF öffnen
Fertigungszeichnung der Figur Läufer, mit Ansichten und Massen für die Herstellung aus Plexiglas.
LäuferHistorische FertigungszeichnungOriginal-PDF öffnen
Fertigungszeichnung der Figur Springer, mit Ansichten und Massen für die Herstellung aus Plexiglas.
SpringerHistorische FertigungszeichnungOriginal-PDF öffnen
Fertigungszeichnung der Figur Turm, mit Ansichten und Massen für die Herstellung aus Plexiglas.
TurmHistorische FertigungszeichnungOriginal-PDF öffnen
Fertigungszeichnung der Figur Bauer, mit Ansichten und Massen für die Herstellung aus Plexiglas.
BauerHistorische FertigungszeichnungOriginal-PDF öffnen

Historische Fertigungszeichnungen für die von Lehrlingen aus Plexiglas gefrästen HDC-Figuren. Quelle: HDC Owner.

Die Originalbeschriftungen bleiben erhalten. Die Blätter werden als historische Fertigungsunterlagen gezeigt, nicht als aktuelle Regelübersicht.

Eine Stunde vor dem ersten Zug

Mit dem fertigen Cube haben wir gespielt und Spass gehabt. Die grosse Hürde war jedoch die Handhabung: Allein das Aufstellen der Figuren dauerte etwa eine Stunde. Auch das Bewegen zwischen den Ebenen war mühsam. Auf Dauer wurde es deshalb schwierig, Mitspieler für den physischen Cube zu gewinnen.

Historisches Blatt zur Startaufstellung mit Achsenansicht und Figurenverteilung auf mehreren Ebenen.
Historisches Dokument zur Startaufstellung des physischen HDC-Spiels. Historisches Dokument mit damaligen Bezeichnungen und Notation, keine aktuelle Regelübersicht.Quelle: HDC Owner · Bild anklicken zum Vergrössern

Eine Idee bleibt im Wohnzimmer

Über viele Jahre stand der Cube als Wohnzimmerbeleuchtung bei mir zu Hause, bis 2025. Die Idee blieb, auch wenn der Cube inzwischen häufiger leuchtete, als dass auf ihm gespielt wurde.

Beleuchteter HDC-Cube mit transparenten Spielebenen und roten sowie gelbgrünen Figuren.
Der physische Cube als Wohnzimmerbeleuchtung. Quelle: HDC Owner · Bild anklicken zum Vergrössern

Der Kopf hinter HDC: Torsten Klaus

Ich bin Konstrukteur mit betriebswirtschaftlicher Weiterbildung. Heute bin ich auf die Digitalisierung von Geschäftsprozessen spezialisiert, insbesondere mit ERP- und PLM-Systemen.

In HyperDimension Chess verbinden sich mein beruflicher Hintergrund und meine Schachbegeisterung: eine Idee räumlich durchdenken, sie konstruieren und schliesslich digital umsetzen. HDC ist für mich ein persönliches Projekt, das mich seit 1989 begleitet.

Vom Wohnzimmer auf den Bildschirm

Schon 1990 wollte ich eine Computerversion entwickeln. Die Rechenleistung der damaligen PCs erschien mir für das Vorhaben nicht ausreichend. Einen Programmierer, der es hätte umsetzen können, fand ich ebenfalls nicht. Die digitale Fassung blieb zunächst ein Wunsch.

Im Oktober 2025 begann ich die Umsetzung mit Xcode. KI als Entwicklungswerkzeug half mir dabei, den lange gehegten Plan zu verwirklichen. Im März 2026 war die erste lokale Version spielbar. Am 1. September 2026 veröffentlichte ich HyperDimension Chess im App Store.

Heute kann ich mein eigenes Spiel auch gegen den Computer spielen. Aus dem Gedanken am Schachbrett ist damit die digitale Fassung geworden, die ich mir schon 1990 gewünscht hatte.

HyperDimension Chess auf dem MacEinblick in die digitale Umsetzung von HDC.Video separat öffnen 0:27 Minuten
Beschreibung des Videos

Die Aufnahme zeigt die Mac-App: links eine zweidimensionale Brettansicht, rechts die räumliche Ansicht desselben Spiels. Figuren werden ausgewählt und Züge ausgeführt; die beiden Ansichten zeigen den veränderten Spielstand. Das Video enthält keine gesprochenen Erläuterungen.

Warum aus dem Ritter der Duke wurde

Die zusätzliche HDC-Figur hiess ursprünglich „Ritter“. Im Englischen bezeichnet „Knight“ jedoch bereits den Springer. Um eine Verwechslung zu vermeiden, erhielt die zusätzliche Figur den eigenständigen Namen Duke. Auf der historischen Zeichnung ist die ursprüngliche Bezeichnung noch zu sehen.

Ein eingetragenes Schweizer Design

Das physische HDC-Schachspielset wurde beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) als Schweizer Design eingetragen. Die Hinterlegung erfolgte am 12. Januar 2026, die Eintragung am 20. April 2026.

Der Registerauszug führt das „Schachspielset“ unter der Designnummer 149095, der Gesuchsnummer 2026-00020 und der Ordnungsnummer „HDC-A-01 (Hyperdimension-Chess)“. Als Inhaber und Designer ist Torsten Klaus eingetragen.

Neuigkeiten und Meilensteine

Veröffentlicht

HyperDimension Chess startet im App Store

HyperDimension Chess wurde am 1. September 2026 im App Store veröffentlicht. Damit wurde die digitale Fassung des Spiels öffentlich zugänglich.